# Juristischer Exorzismus
Der **Juristische Exorzismus** ist die primäre Methode der Geisteraustreibung, die von **[[Michael Sullivan]]** entwickelt wurde. Sie basiert auf der Erkenntnis, dass moderne Dämonen (insbesondere [[Symbiontische Entität|Klasse 4]]) nicht mehr auf alte Riten, Weihwasser oder lateinische Gebete reagieren, sondern nach einer vertragsähnlichen Logik operieren.
## Funktionsweise
Anstatt den Dämon im Namen Gottes auszutreiben ("Exorcizamus te..."), greift Sullivan die Basis der Besessenheit an: den "Pakt" zwischen Wirt und Entität.
1. **Analyse:** Identifikation der "Geschäftsbedingungen" der Entität (Was bietet sie? Was nimmt sie?).
2. **Beweisführung:** Suche nach Verstößen der Entität gegen implizite oder explizite Regeln (z.B. Verletzung der Vertraulichkeit, Fahrlässigkeit, Gefährdung des Wirts).
3. **Kündigung:** Formale Zustellung einer "Räumungsklage" oder "Feststellung der Nichtigkeit".
## Beispiel: Der Fall Thorne
Sullivan argumentierte, dass die Entität durch die Bedrohung eines Kirchenvertreters ([[Michael Sullivan]]) und die Preisgabe von geschütztem Wissen ([[Der Fall Rivera]]) ihre treuhänderischen Pflichten verletzt und das "Asset" (Jessica Thorne) gefährdet habe.
> *"Der Gegner wird nicht als Sünder, sondern als Vertragspartner behandelt, der sich des Vertragsbruchs schuldig gemacht hat. Die Waffe ist nicht das Kruzifix. Es ist das Kleingedruckte."* — Auszug aus [[Heft 1 - Das Erbe von Pater Davies|Akte 001]].